Archiv der Kategorie 'Terminkalender'

Kleider machen Leute machen Kleider

D.I.Y. or die! – typische Ladyfestparole. Aber Klöppeln und Häkeln wird doch damit nicht gemeint gewesen sein?? Nähen und Stricken für die Ladiez von heute?
Dass Handarbeit auch unter emanzipierten jungen Menschen wieder salonfähig und mittlerweile geradezu hip ist, zeigt sich schon seit längerer Zeit nicht nur im Netz mit unzähligen Strick- und Nähblogs, sondern auch „in echt“:
Berlin macht’s vor mit Nähcafés und anderen Räumen „für textile Angelegenheiten“, Strick-Bar-Abenden und jungen Stoffläden wie z.B. Frau Tulpe in der Veteranenstraße. Selber machen verspricht schließlich Individualität im Kleiderschrank, und wer kann da schon widerstehen. Aber viele BetreiberInnen scheinen sich mit ihren Angeboten doch eher an die betuchtere junge Mutter in Prenzlauer Berg und Mitte zu richten, denn an die üblicherweise finanziell etwas schmaler ausgestattete Studentin und lassen sich (Designer-)Stoffe, Teilnahme an Kursen und Nutzung der Werkstattzeiten häufig recht teuer bezahlen.
Generell sind Nähen, Stricken & Co. in Zeiten der „sozialen Marktwirtschaft“ leider auch alles andere als finanziell günstige Kleidungsbeschaffungsmaßnahmen: Handarbeit erscheint als ein recht teures Vergnügen, vergleicht man z.B. Stoff- und Kurzwarenpreise mit denen fertiger Kleidungsstücke bei H&M – absurde Phänomene der Bekleidungsindustrie.

Umso charmanter, wenn ein kleines Grüppchen Nähbegeisterter in Greifswald versucht, die (Kleider-)Welt ein wenig besser zu machen: kabutze
Recyclen statt Konsumieren!
Mit der offenen Nähwerkstatt Kabutze bekommt die Idee des Nähcafés einen sympathisch anti-kommerziellen Anstrich: Hier sollen Nähbegeisterte jeden Alters, jeden Geschlechts und egal welcher Herkunft die Werkstatt auf Spendenbasis nutzen, dabei ins Gespräch kommen, sich gegenseitig helfen und von den Erfahrungen der Anderen profitieren.
Obendrein kommt das Ganze auch noch ökologisch motiviert daher: Denn wo andere auf trendy D.I.Y.-Hipness als Selbstläufer setzen, geht es dem Team der Kabutze neben der Idee, individuelle Kleidung zu schaffen, gerade auch darum, nachhaltiger mit Ressourcen umzugehen und ein Bewusstsein für das Problem von Kleidung als Konsumprodukt zu schaffen.

So soll es neben der offenen Nähwerkstatt mit Tee-Bar und Kinderecke – zunächst immer montags und mittwochs, 16-20 Uhr – und den verschiedenen Nähkursen in der Kabutze auch Filme, Vorträge und Ausstellungen zu politischen, ökologischen und kulturellen Themen rund um „Kleidung“ geben.

Ummodeln statt neukaufen, intergenerativ und unkommerziell – Das finden wir großartig und drücken die Daumen, dass soviel Idealismus UnterstützerInnen findet.

Wir sehen uns zur Eröffnungssause!
Am Sonnabend, den 23.10., ab 16 Uhr, wird die Kabutze in der Löfflerstr. 44 (Ecke Steinbecker Str.) mit Kuchen, Probenähen, Ausstellungseröffnung, VoKü und Musik vom Berliner Duo I‘m not a band eröffnet – wir sind auf jeden Fall dabei!

Weitere Infos zur Kabutze und der Eröffnungsparty findet ihr auf der liebevoll gestalteten Website unter www.kabutze-greifswald.de – toll finden, loslegen, Kabutzen-Träger_in werden!

Schere in die Hand, los geht’s!

Zum Ausprobieren am Montag Nachmittag schlagen wir gleich mal ein kleines Recycling-Projekt in bester Kabutzen-Manier vor: Ein Kleid aus alten T-Shirts, gefunden im D.I.Y.-Forum „threadbanger“, das Videotutorial dazu gibt es hier – und der nächste Sommer kommt bestimmt…

Wer Lust hat, mehr als nur die Werkstattzeiten mitzumachen: Es gibt ein Plenum alle zwei Wochen montags um 19 Uhr und neue Gesichter sind gern gesehen um das Team zu verstärken.

*UPDATE* Ein Interview mit dem Kabutze-Team jetzt auf dem Fleischervorstadt-Blog!

Ringvorlesung: Superwoman? Superman?

Hier wie versprochen der offizielle Flyer mit ausführlichen Infos zu den einzelnen Veranstaltungen der Ringvorlesung des IZFG.

superman
„Superwoman? Superman? – Visionen vom optimierten Leben“ findet jeden Mittwoch 16-18 Uhr im Hörsaal der Germanistik, Rubenowstr.3 statt und wird euch von uns wärmstens ans Herz gelegt!

Einen allgemeinen Überblick über Programm und Anliegen findet ihr hier, konkretere Beschreibungen der einzelnen Vorträge hier.

Katze als Fischvogel?

katze als vogel
Das große Interesse am Thema des gestrigen Abends hat uns wirklich gefreut, zumal es sich nicht nur in Zahlen messen ließ, sondern auch anhand der überaus angeregten – und anregenden – Diskussion nach dem Film.
Ein Grund für uns, Abende wie diese in Kooperation mit dem IZFG und dem IKUWO unbedingt zu wiederholen, noch in diesem Jahr.
Wer uns dabei unterstützen möchte: Schreibt uns eine Mail, damit wir euch in unseren Ladyfest-Verteiler aufnehmen können oder sucht uns bei facebook (Ladyfest Greifswald).

An dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis auf die Ringvorlesung des IZFG, bei der es zum Teil auch um das Thema Intersexualität gehen wird, wie z.B. in den Vorträgen von

- Ulrike Klöppel am 3.11.2010:
perfect gender by design. Geschlechtsnormierung bei Intersexualität und die Idee der gezielten Herstellbarkeit der Geschlechtsidentität.
- Heinz-Jürgen Voß am 10.11.2010:
Das perfekte Geschlecht. Auf dem Weg in eine an den Bedürfnissen des Menschen orientierte Gesellschaft.
- Andrea Bettels am 8.12.2010:
Die perfekten Queers? Körper- und Inszenierungsstrategien von devianten Identitäten

>>Ringvorlesung Superwoman? Superman?
- Visionen vom optimierten Leben
immer Mittwochs 16-18 Uhr
im Hörsaal der Germanistik, Rubenowstr. 3

Weitere Infos dazu sowie ein Flyer folgen in Kürze. Schaut euch außerdem auf der Seite des IZFG um!

14.10. // „Die Katze wäre eher ein Vogel…“

Film über Intersexualität mit anschließender Diskussion

In Kooperation mit dem Ladyfest Greifswald veranstaltet das IZFG einen Filmabend mit anschließender Diskussion rund um das Thema Intersexualität.
Ziel ist es, etwaige Vorurteile abzubauen und Horizonte zu erweitern.

Das Geschlecht stellt eine der wichtigsten Identitätsgrundlagen dar, doch was bedeutet dessen Infragestellung?

Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen und Gefühlen, von Fremdheit im eigenen Körper und vom Fremheit in der Gesellschaft. Sie berichten von der damit einhergehenden Tabuisieung un der zwanghaften Anpassung an die heterosexuelle Norm durch schwerwiegende Eingriffe in die (körperliche) Integrität.

Melanie Jilg vermeidet in ihrem dokumentarischen Film bewusst, das medizinisch-biologische „Phänomen“ Intersexualität zu erklären, denn die Medizin hat noch immer die Macht der Kategorisierung inne, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind.

Weitere Informationen zu dem Film unter: www.die-katze-ist-kein-vogel.de

Donnerstag, 14.10. | 21 Uhr | IKuWo | Goethestr.1 | Eintritt frei

29.06. // La Radio: Feminismus gestern und heute – eine Diskussion mit Musik

Brauchen wir einen neuen Feminismus oder haben wir schon alles erreicht? Abtreibung, Verhütung, Gewalt gegen Frauen – Schnee von gestern?

Wie war das damals mit den Lila Latzhosen der so genannten Kampfemanzen und wie unterscheiden sie sich von Riot Grrrls und Popfeministinnen?

Wir bringen Licht ins Dunkel. Eine Diskussion zwischen den Generationen über das was war, das was ist und das was kommt.

La Radio, Dienstag 29. Juni, 20-22 Uhr (Wiederholung: Mittwoch 30. Juni, 13-15 Uhr)

Livestream unter www.rdl.de

27.5.//„Kein Geschlecht oder viele- warum es biologisch ‚Frau‘ und ‚Mann‘ nicht gibt.“

„Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“ ist nach der Geburt die erste Frage, die immer wieder gestellt wird. Das Kind beginnt erst so richtig in unserer Gesellschaft zu existieren, wenn es mit einem von zwei Geschlechtern aufwarten kann – ein Zustand, nach dem Justiz, Medizin, und „gesellschaftliche Moral“ einem jeden Menschen trachten.
Ganz selbstverständlich nehmen wir auch für uns in Anspruch, Menschen nach dem Geschlecht unterscheiden zu können. Wir erkennen sie an Kleidung, beruflicher Qualifikation, seltener durch einen Blick auf die kulturell so aufgeladenen Genitalien.
Unter Berufung auf „natürliche Unterschiede“ werden auch immer wieder gesellschaftliche Ungleichbehandlungen und Dis-kriminierungen gerechtfertigt.
Aber: Was ist „natürlich“ an Geschlecht? Gibt es biologisch zwei Geschlechter- oder haben wir das nur in der Schule so gelernt? In diesem Input und einer sich anschließenden Diskussion wird der Ausarbeitung von „biologischem Geschlecht“ in den sich herausbildenden „modernen biologisch-medizinischen Wissenschaften“ seit dem 17./18.Jh. bis heute nachgegangen. Bei den aktuellen biologischen Geschlechtertheorien wird offensichtlich, dass sich eine Interpretation, nach der es viele Geschlechter geben muss, geradezu aufdrängt.

Durch den Abend führt Heinz Jürgen Voss (Dipl.-Biologin): er promoviert an der Universität Bremen zu „Zweigeschlechtlichkeit in biomedizinischen Studien“; seit 2001 in der AG queer der Linken aktiv, organisiert Veranstaltungen und Konferenzen und bietet Referate und Workshops zu „queer theory“, „queer politics“, „Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik “ und „Normierungen, Zweigeschlechtlichkeit und alternative Geschlechterkonzepte in Biologie und Medizin“ an.

Do, 27.5. | 19 Uhr | IZFG: Robert-Blum-Str. 13 | Eintritt frei

Im Anschluss kann bei Wein und Musik weiter diskutiert werden.

Eindrücke von der Ausstellungseröffnung „Sexismus in der Werbung“

Um die Vernissage dokumentiert zu wissen, stehen im Folgenden ein paar Bilder parat.

Wir bedanken uns bei den PotsdammerInnen, die uns die Möglichkeit gaben, die von ihnen konzipierte Ausstellung zu zeigen, bei Krikela für den stimmungsreichen Auftritt und nicht zuletzt bei den Ikuwoianern für die zur Verfügungstellung des Hauses und für die ganze Hilfe rund um Bar, Licht und Ton.

(Fotos: Jenny Heymel)

21. – 23. Mai 2010// Autonome Frauenfrühlingsuniversität in Klagenfurt

Vom 21. bis zum 23. Mai 2010 findet in Klagenfurt die autonome
Frauenfrühlingsuniversität (FFU10) statt.

Ziel der Frauenfrühlingsuniversität ist es einen Raum für Frauen und
Transfrauen jedes Alters und jeder Herkunft zu schaffen, Wissen zu teilen, Diskriminierungen zu entdecken und (Frauen-)Bilder und Normen nicht als gegeben hinzunehmen sondern zu hinterfragen. Besonders wichtig ist es, einen gemeinschaftlichen autonomen Frauenraum zu schaffen – für Bildung, Vernetzung, Empowerment von Frauen und Frauenanliegen und somit auch Gesellschaftspolitik unabhängig von Parteien, Religionen und anderen Verbänden zu machen. Frauen verschiedener Kulturen, Generationen und sozialer Hintergründe können hier voneinander und miteinander lernen, breite Netzwerke aufbauen, neue Projekte ersinnen und somit selbst aktiv werden für eine gerechtere Gesellschaft.

Falls ihr Interesse habt, finden ihr Informationen unter :

Anmeldungen werden unter dieser E-Mail-Adresse entgegen genommen:

ffu_kaernten@gmx.at

27.04.// Ausstellungseröffnung: Sexismus in der Werbung

Flyer für Studentenpartys, Werbespots für Eis oder Parfum, die Anzeigenkampagne eines lokalen Männermodenaustatters: So unterschiedlich das beworbene Produkt und so vielfältig die umworbene Klientel auch sein mag, der verstaubt anmutende Spruch „sex sells“ scheint in der Werbewelt nicht aus der Mode zu kommen. Die Reduktion von Frauenkörpern auf Sex, Schönheit und Jugend ist so allgegenwärtig, dass wir sie oft als selbstverständlich hinnehmen.
In Kooperation mit der Ladyfest-Gruppe Greifswald haben AktivistInnen aus Potsdam eine Ausstellung konzipiert, die den Blick auf die Repräsentation von Geschlechterrollen in der Werbung lenkt und die sexistischen Praktiken offen legt.
Die Ausstellung soll Raum bieten, oft reproduzierte Stereotype zu diskutieren und die Frage stellen, welche gesellschaftlichen Konzepte dahinter stehen.
Die Ausstellung ist vom 27.4. bis zum 4.5. zu den normalen Cafézeiten des IKUWOs geöffnet; donnerstags bereits von 18 Uhr an.
Die Ausstellung wird am 27.4. um 21 Uhr eröffnet. Dazu erwartet euch ein charmanter Caféauftritt der Kölner Musikerin Krikela, die ihre Musik wie folgt umschreibt: „Dann hatte ich eine große Erleuchtung, als ich anfing, „Die Sterne“ zu hören… Seitdem hab ich vor allem Wert auf Texte gelegt und mehr deutsche Musik gehört, wie Funny van Dannen, Tocotronic, Die Goldenen Zitronen, Kante. Bald kam auch der Anti-Folk dazu mit der großartigen Liedermacherin Kimya Dawson, ein ganz großes Vorbild. Spätestens als ich Bright Eyes und Daniel Johnston kennenlernte, war mir nun endgültig klar, dass es gar nicht nötig ist, perfekt singen und Gitarre spielen zu können und seine Lieder mit dem saubersten Studio Sound aufzunehmen, um ein gutes Lied zu machen. So kam es, dass ich die Imperfektion lieben lernte.“ .

Wann: 27.4. Ausstellungseröffnung mit Krikela
Ausstellung: 27.4. bis 4.5. (Di, Mi, Fr, Sa: 21 bis 24 Uhr + Do 18 bis 24 Uhr)
Ort: IKUWO

Mehr Infos zur Musikerin findet ihr hier: www.myspace.com/krikela

04.03.// Antisexismusinfotour durch MV

Eingeladen von der Ladyfestgruppe Greifswald gastiert die „Antisexismusinfotour 6 Tage. 6 Städte. 1 Thema.“ in unserer Stadt.

Dieses Projekt soll das Thema Sexismus stärker in das Bewusstsein von antifaschistisch engagierten Jugendlichen in Mecklenburg – Vorpommern rücken. Gerade in einem ländlich geprägten Raum, wie dieses Bundesland es ist, kommen Themen wie Antisexismus und Feminismus oftmals zu kurz.
Emanzipative linke Politik beschränkt sich hier häufig auf die Bekämpfung rechter Strukturen. Aufgrund sozialer Problematiken, wie hoher Arbeitslosenquoten, niedrigem Bildungsniveau und mangelnden Alternativangeboten für Jugendliche, erreicht rechtes Gedankengut – wie das der NPD – viele Menschen.
Die einseitig schwerpunktorientierte Arbeit führt innerhalb linker Strukturen gleichzeitig zu neuen Problemen und Behinderungen im politischen Alltag. Daher ist es von zentraler Bedeutung in linken Zusammenhängen immer wieder den Umgang miteinander zu reflektieren und zu evaluieren. Nur so kann z.B. bewusstes, sowie unbewusstes sexistisches Verhalten überwunden werden. Sexistische Diskriminierung ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das als solches zu begreifen und zu bekämpfen ist. Dies jedoch setzt eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik innerhalb der eigenen Strukturen voraus.

Die Veranstaltung ist offen für offene Menschen. Wer Lust hat, sein Umfeld sowie homophobe und sexistische Probleme zu reflektieren und zu diskutieren, der sei am 4.3. ab 18 Uhr herzlich ins IKUWO eingeladen.

Im Anschluss daran erwartet euch ein atemberaubendes Auflegegefege im Café! Also kommt vorbei und seht, was geht!

Mehr Infos unter:

In aller Kürze:

Ort: IKuWO

04.03. (Donnerstag) um 18 Uhr Beginn des Workshops
ab 21 Uhr DJ-Lounge