Leseempfehlung: Neues Buch von Heinz-Jürgen Voß „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“

Pink auf Schwarz: Anschluss an Judith Butlers Zweifel

Ebenso wie das im vergangenem Jahr erschienene Buch „Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“, wird auch das aktuelle „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ von Heinz-Jürgen Voß – zum Glück – von sich Reden machen. Anlass dazu bietet der weit gespannte und an keiner Stelle überspannte Bogen von alten und neuen Diskussionen zum Konstrukt Geschlecht: So haben Theorien nach Beauvoir (historisch) und Butler (aktuell) ebenso ihren Platz in dem circa 200 Seiten umfassenden Buch, wie historische und aktuelle biologische Geschlechtermodelle, und letztendlich sich an Marx orientierende gesellschaftskritische Forderungen. Der Biologe Voß geht, ebenso wie Karl Marx und Simone de Beauvoir in ihren Werken, in seinem Diskurs stets von der Situation der gesellschaftlich nicht Privilegierten aus, was seine Perspektive von der von vielen bisher existierenden wissenschaftlichen Texten und Forschungen unterscheidet. Voß stellt somit die Bedürfnisse derjenigen Menschen in den Mittelpunkt, die bisher meist gar nicht oder nur in der Opferrolle in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen vorkamen. In keiner Weise wird dabei geleugnet, es gäbe überhaupt keine Frauen und Männer – in unseren Köpfen. Hierbei wird häufig und passend Beauvoir zitiert: „Selbstverständlich kann keine Frau, ohne unaufrichtig zu sein, behaupten, sie stünde jenseits ihres Geschlechts…Wenn wir es auch ablehnen, sie (die Frau) mit dem ewig Weiblichen zu erklären, aber gelten lassen, dass es, zumindest vorläufig, Frauen auf der Erde gibt, müssen wir uns wohl die Frage stellen: was ist eine Frau?“ (aus: „Das andere Geschlecht“) Und Voß selbst bringt es dann mit folgenden Worten auf den Punkt: „Nur weil real „Frauen“ und „Männer“ und Unterschiede zwischen ihnen festgestellt wurden, heißt das nicht, dass sie vorgegeben sind und dass man in Gedanken des „Ewigweiblichen“ oder „Ewigmännlichen“ verfallen müsste.“ Des weiteren wird mehrmals herbeigeführt, dass auch das biologische Geschlecht, sex, keiner Natürlichkeit unterlegen ist. An diesem Punkt waren wir schon mit Judith Butler. Genau hier gibt Voß Einblick in aktuelle Ergebnisse der Biologie, die die Existenz vieler Geschlechter demonstrieren. Noch immer aber werden Penis und Vagina, Hoden und Eierstöcke, Samenzellen und Eizellen als die wichtigsten menschlichen Merkmale angesehen, da sie den Fortbestand des Menschen sichern. Diese Merkmale werden regelmäßig in Diskussionen als Argument für die natürliche Gegebenheit von Zweigeschlechtlichkeit herangezogen – und lassen all jene außen vor, die organisch keine Voraussetzung zur Fortpflanzung haben. Voß betont an dieser Stelle vehement, dass es auf keinem Gebiet eine Natürlichkeit geben kann, da nichts, was uns umgibt oder was wir wahrnehmen, außerhalb der Gesellschaft entsteht. Die Unterscheidung nach dem Geschlecht erscheint uns so natürlich, weil wir mit genau dieser Unterscheidung aufgewachsen sind. Auch diesbezügliche Forschungen unterteilen von vornherein in „Frau“ und „Mann“ – und stellen auf diesem Weg Differenzen von jenen beiden Gruppen fest. Die Wahrheit aber ist, dass es bislang kein auch nur einigermaßen stimmiges und fundiertes Modell der Geschlechtsdetermination und -differenzierung gibt. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies, vom allerersten Atemzug an sind wir geprägt von der Einteilung nach dem Geschlecht – und der Schleier der Natürlichkeit breitet sich aus. Wobei wir wieder bei Marx angekommen sind, der, unter anderem im „Kapital“, festhielt, dass der Mensch gesellschaftlich sehe, höre, rieche, schmecke, fühle, denke, anschaue und tätig sei. So wird einem letztendlich vor Augen geführt, dass es eben keine mächtige Instanz gibt, – Gott schon lange nicht und die Biologie nun auch nicht mehr- die uns daran hindern könnte, uns frei zu entfalten. Es existieren keine natürlichen, unabänderlichen Gründe, die noch länger herangezogen werden könnten, um Menschen in ihren Möglichkeiten zu beschränken. Klingt am Ende doch nur nach einer Prise Romantik? Mehr noch – Voß fordert zum Schluss sich selbst und alle anderen auf, an die Utopie einer gerechten Gesellschaft zu glauben, und dafür in diesem Moment tätig zu werden. Das tut gut nach einem Exkurs durch die entwicklungsreichen Jahrhunderte der Gesellschaftskritik, Biologie und Genetik. Das rüttelt wach, holt uns in die Realität und bringt zum Überdenken des eigenen Tuns. Mensch kann ja zur Sicherheit das schwarz-pinke Büchlein in die Hosentasche stecken, um für Diskussionen aller Art („Aber Frauen haben doch nun mal nicht so viele Muskeln wie Männer!“, „Aber es sind schon immer Männer jagen gegangen und Frauen haben Kinder bekommen“, „Aber es gibt nun mal bestimmte Gene, die für die Ausbildung eines bestimmten Geschlechtes zuständig sind.“…) mit Argumenten und weitreichender Sicht ausgerüstet zu sein. Voß schafft mit seinen in die Tiefe gehenden und zugleich anschaulichen Ausführungen mehreres: Die Natürlichkeit ab, Klarheit und Optimismus dafür, dass wir etwas verändern können. Gnu

heinzi

Heinz-Jürgen Voß: „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“
1. Auflage 2011, 180 Seiten, 10 EUR, ISBN 3896576631
www.schmetterling-verlag.de

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Kleider machen Leute machen Kleider

D.I.Y. or die! – typische Ladyfestparole. Aber Klöppeln und Häkeln wird doch damit nicht gemeint gewesen sein?? Nähen und Stricken für die Ladiez von heute?
Dass Handarbeit auch unter emanzipierten jungen Menschen wieder salonfähig und mittlerweile geradezu hip ist, zeigt sich schon seit längerer Zeit nicht nur im Netz mit unzähligen Strick- und Nähblogs, sondern auch „in echt“:
Berlin macht’s vor mit Nähcafés und anderen Räumen „für textile Angelegenheiten“, Strick-Bar-Abenden und jungen Stoffläden wie z.B. Frau Tulpe in der Veteranenstraße. Selber machen verspricht schließlich Individualität im Kleiderschrank, und wer kann da schon widerstehen. Aber viele BetreiberInnen scheinen sich mit ihren Angeboten doch eher an die betuchtere junge Mutter in Prenzlauer Berg und Mitte zu richten, denn an die üblicherweise finanziell etwas schmaler ausgestattete Studentin und lassen sich (Designer-)Stoffe, Teilnahme an Kursen und Nutzung der Werkstattzeiten häufig recht teuer bezahlen.
Generell sind Nähen, Stricken & Co. in Zeiten der „sozialen Marktwirtschaft“ leider auch alles andere als finanziell günstige Kleidungsbeschaffungsmaßnahmen: Handarbeit erscheint als ein recht teures Vergnügen, vergleicht man z.B. Stoff- und Kurzwarenpreise mit denen fertiger Kleidungsstücke bei H&M – absurde Phänomene der Bekleidungsindustrie.

Umso charmanter, wenn ein kleines Grüppchen Nähbegeisterter in Greifswald versucht, die (Kleider-)Welt ein wenig besser zu machen: kabutze
Recyclen statt Konsumieren!
Mit der offenen Nähwerkstatt Kabutze bekommt die Idee des Nähcafés einen sympathisch anti-kommerziellen Anstrich: Hier sollen Nähbegeisterte jeden Alters, jeden Geschlechts und egal welcher Herkunft die Werkstatt auf Spendenbasis nutzen, dabei ins Gespräch kommen, sich gegenseitig helfen und von den Erfahrungen der Anderen profitieren.
Obendrein kommt das Ganze auch noch ökologisch motiviert daher: Denn wo andere auf trendy D.I.Y.-Hipness als Selbstläufer setzen, geht es dem Team der Kabutze neben der Idee, individuelle Kleidung zu schaffen, gerade auch darum, nachhaltiger mit Ressourcen umzugehen und ein Bewusstsein für das Problem von Kleidung als Konsumprodukt zu schaffen.

So soll es neben der offenen Nähwerkstatt mit Tee-Bar und Kinderecke – zunächst immer montags und mittwochs, 16-20 Uhr – und den verschiedenen Nähkursen in der Kabutze auch Filme, Vorträge und Ausstellungen zu politischen, ökologischen und kulturellen Themen rund um „Kleidung“ geben.

Ummodeln statt neukaufen, intergenerativ und unkommerziell – Das finden wir großartig und drücken die Daumen, dass soviel Idealismus UnterstützerInnen findet.

Wir sehen uns zur Eröffnungssause!
Am Sonnabend, den 23.10., ab 16 Uhr, wird die Kabutze in der Löfflerstr. 44 (Ecke Steinbecker Str.) mit Kuchen, Probenähen, Ausstellungseröffnung, VoKü und Musik vom Berliner Duo I‘m not a band eröffnet – wir sind auf jeden Fall dabei!

Weitere Infos zur Kabutze und der Eröffnungsparty findet ihr auf der liebevoll gestalteten Website unter www.kabutze-greifswald.de – toll finden, loslegen, Kabutzen-Träger_in werden!

Schere in die Hand, los geht’s!

Zum Ausprobieren am Montag Nachmittag schlagen wir gleich mal ein kleines Recycling-Projekt in bester Kabutzen-Manier vor: Ein Kleid aus alten T-Shirts, gefunden im D.I.Y.-Forum „threadbanger“, das Videotutorial dazu gibt es hier – und der nächste Sommer kommt bestimmt…

Wer Lust hat, mehr als nur die Werkstattzeiten mitzumachen: Es gibt ein Plenum alle zwei Wochen montags um 19 Uhr und neue Gesichter sind gern gesehen um das Team zu verstärken.

*UPDATE* Ein Interview mit dem Kabutze-Team jetzt auf dem Fleischervorstadt-Blog!

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Ringvorlesung: Superwoman? Superman?

Hier wie versprochen der offizielle Flyer mit ausführlichen Infos zu den einzelnen Veranstaltungen der Ringvorlesung des IZFG.

superman
„Superwoman? Superman? – Visionen vom optimierten Leben“ findet jeden Mittwoch 16-18 Uhr im Hörsaal der Germanistik, Rubenowstr.3 statt und wird euch von uns wärmstens ans Herz gelegt!

Einen allgemeinen Überblick über Programm und Anliegen findet ihr hier, konkretere Beschreibungen der einzelnen Vorträge hier.

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Katze als Fischvogel?

katze als vogel
Das große Interesse am Thema des gestrigen Abends hat uns wirklich gefreut, zumal es sich nicht nur in Zahlen messen ließ, sondern auch anhand der überaus angeregten – und anregenden – Diskussion nach dem Film.
Ein Grund für uns, Abende wie diese in Kooperation mit dem IZFG und dem IKUWO unbedingt zu wiederholen, noch in diesem Jahr.
Wer uns dabei unterstützen möchte: Schreibt uns eine Mail, damit wir euch in unseren Ladyfest-Verteiler aufnehmen können oder sucht uns bei facebook (Ladyfest Greifswald).

An dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis auf die Ringvorlesung des IZFG, bei der es zum Teil auch um das Thema Intersexualität gehen wird, wie z.B. in den Vorträgen von

- Ulrike Klöppel am 3.11.2010:
perfect gender by design. Geschlechtsnormierung bei Intersexualität und die Idee der gezielten Herstellbarkeit der Geschlechtsidentität.
- Heinz-Jürgen Voß am 10.11.2010:
Das perfekte Geschlecht. Auf dem Weg in eine an den Bedürfnissen des Menschen orientierte Gesellschaft.
- Andrea Bettels am 8.12.2010:
Die perfekten Queers? Körper- und Inszenierungsstrategien von devianten Identitäten

>>Ringvorlesung Superwoman? Superman?
- Visionen vom optimierten Leben
immer Mittwochs 16-18 Uhr
im Hörsaal der Germanistik, Rubenowstr. 3

Weitere Infos dazu sowie ein Flyer folgen in Kürze. Schaut euch außerdem auf der Seite des IZFG um!

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14.10. // „Die Katze wäre eher ein Vogel…“

Film über Intersexualität mit anschließender Diskussion

In Kooperation mit dem Ladyfest Greifswald veranstaltet das IZFG einen Filmabend mit anschließender Diskussion rund um das Thema Intersexualität.
Ziel ist es, etwaige Vorurteile abzubauen und Horizonte zu erweitern.

Das Geschlecht stellt eine der wichtigsten Identitätsgrundlagen dar, doch was bedeutet dessen Infragestellung?

Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen und Gefühlen, von Fremdheit im eigenen Körper und vom Fremheit in der Gesellschaft. Sie berichten von der damit einhergehenden Tabuisieung un der zwanghaften Anpassung an die heterosexuelle Norm durch schwerwiegende Eingriffe in die (körperliche) Integrität.

Melanie Jilg vermeidet in ihrem dokumentarischen Film bewusst, das medizinisch-biologische „Phänomen“ Intersexualität zu erklären, denn die Medizin hat noch immer die Macht der Kategorisierung inne, von der alle Begrifflichkeiten pathologisierend geprägt sind.

Weitere Informationen zu dem Film unter: www.die-katze-ist-kein-vogel.de

Donnerstag, 14.10. | 21 Uhr | IKuWo | Goethestr.1 | Eintritt frei

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29.06. // La Radio: Feminismus gestern und heute – eine Diskussion mit Musik

Brauchen wir einen neuen Feminismus oder haben wir schon alles erreicht? Abtreibung, Verhütung, Gewalt gegen Frauen – Schnee von gestern?

Wie war das damals mit den Lila Latzhosen der so genannten Kampfemanzen und wie unterscheiden sie sich von Riot Grrrls und Popfeministinnen?

Wir bringen Licht ins Dunkel. Eine Diskussion zwischen den Generationen über das was war, das was ist und das was kommt.

La Radio, Dienstag 29. Juni, 20-22 Uhr (Wiederholung: Mittwoch 30. Juni, 13-15 Uhr)

Livestream unter www.rdl.de

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27.5.//„Kein Geschlecht oder viele- warum es biologisch ‚Frau‘ und ‚Mann‘ nicht gibt.“

„Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“ ist nach der Geburt die erste Frage, die immer wieder gestellt wird. Das Kind beginnt erst so richtig in unserer Gesellschaft zu existieren, wenn es mit einem von zwei Geschlechtern aufwarten kann – ein Zustand, nach dem Justiz, Medizin, und „gesellschaftliche Moral“ einem jeden Menschen trachten.
Ganz selbstverständlich nehmen wir auch für uns in Anspruch, Menschen nach dem Geschlecht unterscheiden zu können. Wir erkennen sie an Kleidung, beruflicher Qualifikation, seltener durch einen Blick auf die kulturell so aufgeladenen Genitalien.
Unter Berufung auf „natürliche Unterschiede“ werden auch immer wieder gesellschaftliche Ungleichbehandlungen und Dis-kriminierungen gerechtfertigt.
Aber: Was ist „natürlich“ an Geschlecht? Gibt es biologisch zwei Geschlechter- oder haben wir das nur in der Schule so gelernt? In diesem Input und einer sich anschließenden Diskussion wird der Ausarbeitung von „biologischem Geschlecht“ in den sich herausbildenden „modernen biologisch-medizinischen Wissenschaften“ seit dem 17./18.Jh. bis heute nachgegangen. Bei den aktuellen biologischen Geschlechtertheorien wird offensichtlich, dass sich eine Interpretation, nach der es viele Geschlechter geben muss, geradezu aufdrängt.

Durch den Abend führt Heinz Jürgen Voss (Dipl.-Biologin): er promoviert an der Universität Bremen zu „Zweigeschlechtlichkeit in biomedizinischen Studien“; seit 2001 in der AG queer der Linken aktiv, organisiert Veranstaltungen und Konferenzen und bietet Referate und Workshops zu „queer theory“, „queer politics“, „Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik “ und „Normierungen, Zweigeschlechtlichkeit und alternative Geschlechterkonzepte in Biologie und Medizin“ an.

Do, 27.5. | 19 Uhr | IZFG: Robert-Blum-Str. 13 | Eintritt frei

Im Anschluss kann bei Wein und Musik weiter diskutiert werden.

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Eindrücke von der Ausstellungseröffnung „Sexismus in der Werbung“

Um die Vernissage dokumentiert zu wissen, stehen im Folgenden ein paar Bilder parat.

Wir bedanken uns bei den PotsdammerInnen, die uns die Möglichkeit gaben, die von ihnen konzipierte Ausstellung zu zeigen, bei Krikela für den stimmungsreichen Auftritt und nicht zuletzt bei den Ikuwoianern für die zur Verfügungstellung des Hauses und für die ganze Hilfe rund um Bar, Licht und Ton.

(Fotos: Jenny Heymel)

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21. – 23. Mai 2010// Autonome Frauenfrühlingsuniversität in Klagenfurt

Vom 21. bis zum 23. Mai 2010 findet in Klagenfurt die autonome
Frauenfrühlingsuniversität (FFU10) statt.

Ziel der Frauenfrühlingsuniversität ist es einen Raum für Frauen und
Transfrauen jedes Alters und jeder Herkunft zu schaffen, Wissen zu teilen, Diskriminierungen zu entdecken und (Frauen-)Bilder und Normen nicht als gegeben hinzunehmen sondern zu hinterfragen. Besonders wichtig ist es, einen gemeinschaftlichen autonomen Frauenraum zu schaffen – für Bildung, Vernetzung, Empowerment von Frauen und Frauenanliegen und somit auch Gesellschaftspolitik unabhängig von Parteien, Religionen und anderen Verbänden zu machen. Frauen verschiedener Kulturen, Generationen und sozialer Hintergründe können hier voneinander und miteinander lernen, breite Netzwerke aufbauen, neue Projekte ersinnen und somit selbst aktiv werden für eine gerechtere Gesellschaft.

Falls ihr Interesse habt, finden ihr Informationen unter :

Anmeldungen werden unter dieser E-Mail-Adresse entgegen genommen:

ffu_kaernten@gmx.at

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27.04.// Ausstellungseröffnung: Sexismus in der Werbung

Flyer für Studentenpartys, Werbespots für Eis oder Parfum, die Anzeigenkampagne eines lokalen Männermodenaustatters: So unterschiedlich das beworbene Produkt und so vielfältig die umworbene Klientel auch sein mag, der verstaubt anmutende Spruch „sex sells“ scheint in der Werbewelt nicht aus der Mode zu kommen. Die Reduktion von Frauenkörpern auf Sex, Schönheit und Jugend ist so allgegenwärtig, dass wir sie oft als selbstverständlich hinnehmen.
In Kooperation mit der Ladyfest-Gruppe Greifswald haben AktivistInnen aus Potsdam eine Ausstellung konzipiert, die den Blick auf die Repräsentation von Geschlechterrollen in der Werbung lenkt und die sexistischen Praktiken offen legt.
Die Ausstellung soll Raum bieten, oft reproduzierte Stereotype zu diskutieren und die Frage stellen, welche gesellschaftlichen Konzepte dahinter stehen.
Die Ausstellung ist vom 27.4. bis zum 4.5. zu den normalen Cafézeiten des IKUWOs geöffnet; donnerstags bereits von 18 Uhr an.
Die Ausstellung wird am 27.4. um 21 Uhr eröffnet. Dazu erwartet euch ein charmanter Caféauftritt der Kölner Musikerin Krikela, die ihre Musik wie folgt umschreibt: „Dann hatte ich eine große Erleuchtung, als ich anfing, „Die Sterne“ zu hören… Seitdem hab ich vor allem Wert auf Texte gelegt und mehr deutsche Musik gehört, wie Funny van Dannen, Tocotronic, Die Goldenen Zitronen, Kante. Bald kam auch der Anti-Folk dazu mit der großartigen Liedermacherin Kimya Dawson, ein ganz großes Vorbild. Spätestens als ich Bright Eyes und Daniel Johnston kennenlernte, war mir nun endgültig klar, dass es gar nicht nötig ist, perfekt singen und Gitarre spielen zu können und seine Lieder mit dem saubersten Studio Sound aufzunehmen, um ein gutes Lied zu machen. So kam es, dass ich die Imperfektion lieben lernte.“ .

Wann: 27.4. Ausstellungseröffnung mit Krikela
Ausstellung: 27.4. bis 4.5. (Di, Mi, Fr, Sa: 21 bis 24 Uhr + Do 18 bis 24 Uhr)
Ort: IKUWO

Mehr Infos zur Musikerin findet ihr hier: www.myspace.com/krikela

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